Wie können ätherische Öle helfen?

Sie dienen der Steigerung des persönlichen Wohlbefindens für mehr innere Balance, Lebensfreude und für einen klareren Geist.

Auf körperlicher Ebene können sie z.B. bei verschiedensten Hautproblemen sehr hilfreich sein. Auf innerer Ebene können z.B. Unruhegefühle sanft harmonisiert werden.

Im Wellness-Bereich mit Ölmassagen und Raumduft zum Wohlfühlen;

In der speziellen Therapie in Kliniken und Pflegeheimen mit natürlichen Pflegeölen und Salben, die mit ätherischen Ölen hergestellt wurden (z.B. bei Wundliegen oder Hautkrankheiten) und mit Raumduft als Seelentröster.

Aromatherapeutisch ausgebildete Pflegekräfte, Krankenschwestern und Hebammen greifen heute immer mehr zu den gesunden Pflanzenölen, um Menschen begleitend körperlich und seelisch gezielte Linderung zu verschaffen und deren Selbstregulierungskräfte zu aktivieren.

 

Interessant ist auch, dass die meisten pathogenen Mikroorganismen es bisher nicht geschafft haben, eine Resistenz gegenüber der Wirkung ätherischer Öle aufzubauen.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen haben die Wirksamkeit ätherischer Öle gegen Bakterien, Viren, Pilze und Keime bewiesen (Prof. Teuscher, 1990; oder Studie von Maudsley und Kerr, 1999).

Nicht zu vergessen, dass auch die Pharmaindustrie sich mittlerweile  der Wirkung ätherischer Öle bedient. Es gibt zahlreiche frei verkäufliche Medikamente, deren Hauptwirkstoffe ätherische Öle sind. Es gibt etwa 2000 Präparate auf dem deutschen Markt, die ätherische Öle enthalten. Spitzenreiter der ätherischen Öle: Eukalyptusöl, gefolgt von Rosmarinöl, Melissenöl, Fichtennadelöl, Gewürznelkenöl, Lavendelöl, Wacholderöl, Pfefferminzöl, u.a. (Carle 1993)**.

 

Wie wirken ätherische Öle?

Unmittelbar. Wir beurteilen einen Duft bewusst erst, nachdem unser Gehirn schon längst - also in Millisekunden -  darüber entschieden hat, ob wir ihn mögen (uns wohlfühlen) oder nicht.

 

Vereinfacht dargestellt gelangen Duftmoleküle über die Nase, nach Filterung und Scan

über das Schlüssel-Schloss-Prinzip, direkt ins Limbische System, ein Areal, das saumartig um den Hirnstamm liegt. Es ist zuständig ist für Emotionen, Instinkte, Erinnerungen, Gefühle.

Zum Limbischen System zählen auch der Hypothalamus und der Hippocampus. Düfte gelangen auch direkt zum Hypothalamus, der Schaltzentrale des vegetativen Nervensystems und Hormonzentrale ist. Von hier aus werden zum Beispiel Atmung, Herzschlag und Verdauung geregelt sowie Hunger und Durst, Schlafen usw. Wir reagieren auf Düfte, weil sie direkt Veränderungen im Hormonhaushalt und in unserem Verhalten bewirken können.

Die unmittelbare, nachhaltige Wirkung auf unseren Körper und unseren Geist ist wissenschaftlich zu einem Großteil erforscht und nachgewiesen.

Mit sog. Olfaktometern (spezielle EEGs) misst man den Effekt von bestimmten Düften direkt. Hierbei werden Areale im Gehirn sichtbar gemacht, die das jeweilige ätherische Öl beeinflusst. Die Beeinflussung kann durch individuelle Dufterinnerungen eher subjektiv ausfallen, ist jedoch deutlich vorhanden**.

Die Wirkung ätherischer Öle auf die primär körperlichen Vorgänge wie Blutdruck, Herzfrequenz, Unschädlichmachung von Viren und Bakterien kann per EKG oder Aromatogramm  nachgewiesen werden. Hier ist die biochemische Zusammensetzung des Öls entscheidend**.

 

Aromapflege will vorbeugen, begleiten, helfen und Freude machen.

Aromapflege unterstützt die Erhaltung der Gesundheit auf geistiger, emotionaler und körperlicher Ebene.

Sie kann uns sanft dabei unterstützen, uns näher an unser Inneres zu bringen, achtsamer zu werden, unserer inneren Stimme zu lauschen. Natürliche Düfte  tun uns einfach gut und lassen uns wohlfühlen.

 


 

 

** Quelle: E. Zimmermann, Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe, 2011

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